Teckel - ABC

Teckel ABC

zusammengestellt von Beate Szillis - Kappelhoff

Aalstrich: Als Aalstrich wird eine lange schmale dunklere Fellfärbung in der Mitte des Rückens bezeichnet.
A: Ein A vor der Identifikationsnummer des Hundes bedeutet, dass der Hund im Ausland geboren wurde. Um mit einem ausländischen Hund in Deutschland züchten zu können, muss beim DTK eine Umschreibung stattfinden.
Ablegen: Der Hund muss Platz nehmen und darf ihn nur auf Befehl verlassen.
Ableinen: Den Hund von der Leine lösen.
Abpfeifen: Abrufen des Hundes durch einen besonderen Pfiff.
Abrufen: Den Hund durch Zuruf, Pfiff oder Zeichen zur Rückkehr auffordern.
Abstammungsnachweis: Ahnentafel der Zuchtbuchstelle in Duisburg.
Abzahnen: Zwischen dem 4. und 7. Monat verliert der Hund sein Milchgebiss. Ab dem 9. Monat wird das Gebiss voll ausgebildet.
Abzeichen: Unregelmäßige Flecken oder Farbänderungen im Fell
Achondroplasie (Liliputaner): Durch Selektion bei der Zucht entstand die erbliche Kurzläufigkeit der Dachshunde. Hier handelt es sich um eine Mutation, die das Wachstum bestimmter Gliedmaßen beeinflusst.
Afterkralle (Wolfskralle): Verkümmerte 5. Zehe ohne Funktion an den Hinterläufen. Gemäß FCI-Standard (Dachshund) darf sie nicht entfernt werden.
Agility: Das ist eine aus England stammende Hundesportart. Für den Teckel sollten die Übungen wegen seiner Kurzläufigkeit und seines langen Rückens besonders sorgfältig ausgewählt werden.
Ahnenverlust: Bestimmte Eigenschaften, die nach einigen Generationen nicht mehr weiter vererbt wurden und somit der Zuchtlinie verloren gehen.
Altersklassen:
* Jüngstenklasse: 6 - 9 Monate
* Jugendklasse: 9 - 18 Monate
* Zwischenklasse: 15 - 24 Monate
* Offene Klasse: ab 15 Monate
* Veteranenklasse ab 8 Jahre
* Gebrauchsklasse: Hunde mit einer Gebrauchsprüfung ab 15 Monaten
* Championklasse: Hunde mit einem Championtitel Championklasse ab 15 Monate
* Ehrenklasse: Hund muss internationaler Schönheitschampion sein
Askariden: Weiße Spulwürmer bis zu 20 cm Länge, die die Mutterhündin den Welpen übertragen kann. Deshalb ist das Entwurmen so wichtig.
Atavismus: Das Auftreten von Eigenschaften der Ur-Vorfahren, z. B. ein weißer Brackenfleck auf der Brust. Insbesondere in der Rauhaarteckelzucht gibt es immer wieder Überraschungen.
Ausgedreht: Wenn die Pfoten im Stand einwärts oder auswärts gedreht werden, gilt das als Fehler.

Babyklasse: Diese Klasse bis 6 Monate gibt es eigentlich nicht, aber man kann den Hund ohne Bewertung im Ring vorführen, damit er Erfahrung sammeln kann.
Befederung: Beim Langhaarteckel die besonders langen Haare an Ohren, Unterseite, Hinterseite der Läufe und an der Rute.
Behang: Das sind die herabhängenden Ohren des Teckels. Spitze oder sehr faltige Hänge gelten ebenso als schwerer Fehler wie Lederohren.
Belegen: Das Decken der Hündin durch einen Rüden.
Bewertung: Der Hund muss am Tag vor der Ausstellung das richtige Alter erreicht haben. Das Mindestalter für die Zulassung zu einer Zuchtschau sind vollendete sechs Monate. Bei einem Alter von 6- 9 Monaten sind die Noten:
* viel versprechend (vv)
* versprechend (v)
* wenig versprechend (wv)
Nach Vollendung des 9. Lebensmonats sind die Formwertnoten
* Vorzüglich (V): Wenn der Teckel dem Rassestandard sehr nahe kommt, sich in ausgezeichneter Form befindet und einwandfreies Ringverhalten zeigt
* Sehr gut (SG): Wenn der Teckel kleine Fehler zeigt
* Gut (G): Wenn der Teckel deutliche Fehler zeigt
* Genügend (Ggd): Wenn der Teckel in wesentlichen Punkten nicht dem Standard entspricht
* Disqualifiziert (Disq): Wenn der Teckel aus verschiedensten Gründen nicht bewertet werden konnte: wenn er nicht läuft, sich hinsetzt, am Aussteller hochspringt, aus dem Ring strebt, das Gangwerk nicht beurteilt werden kann, weil der Hund dem Richter ausweicht, wenn der Hund die Körperuntersuchung nicht zulässt, wenn der Verdacht auf täuschende Operationen besteht: Lid-, Ohr-, Rutenkorrektur. Nach Unfällen oder Operationen sollten dem Zuchtrichter die Röntgenbilder der Klinik vorgelegt werden!
BhDN: Bauhund Dachs Naturbau
BhFK95: Bauhund Fuchs Kunstbau
BhFN: Bauhund Fuchs Naturbau
BhN : Bauhund Natur (M- Marderhund, W-Waschbär)
BHP: Begleithundeprüfung
BHP 1-3: Begleithundeprüfung 1-3
BHP-G: Begleithundeprüfung Gesamt
BHPS: Erschwerte Begleithundeprüfung
BIG (Best In Group): Bester Hund einer großen Ausstellung innerhalb der FCI-Gruppe 4 (Dachshund)
BIS (Best In Show): Wird unter sämtlichen BIG und BOB ermittelt
BJS: Bundesjugendsieger
BOB (Best Of Breed): Rassebester der Schau, der zwischen allen vorzüglichen Rüden und Hündinnen gewählt wird.
Brand: Bei schwarzen und braunen Teckeln ist das die Fellfarbe (Abzeichen) in rostbraun oder gelb über den Augen, an den Seiten des Fanges, an der Unterlippe, am inneren Ohrenrand, an der Vorbrust, an den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten, um den Anus und bis etwa zur Hälfte der Rutenunterseite. Kein Brand bei schwarzen Teckeln gilt als zuchtausschließender Fehler.
Brustkorb: Der Brustkorb soll einen guten Vorbau haben, ein schwacher Brustkorb gilt als Fehler.
BS: Bundessieger
BSs: Bundessuchensieger
BZW: Bundeszuchtwart

CAC (Certificat d´Aptitude au Championat): Eignungszertifikat für eine Anwartschaft auf einen nationalen Schönheits-Champion-Titel. Als Voraussetzung muss der Hund auf einer Zuchtschau mit „vorzüglich“ bewertet worden sein. Die besten werden auf den Plätzen V1 - V4 platziert Bei V1/ V2-Bewertung erfolgt die Titel- und Reserveanwartschaft nicht automatisch sondern kann auch mit V1 minus oder V2 minus gekennzeichnet werden.
CACIB (Certificat d´Aptitude au Championat International de Beauté): Eignungszertifikat für eine Anwartschaft auf einen internationalen Schönheits-Champion-Titel .
CACIT (Certificat d´Aptitude au Championat International de Travail): Eignungszertifikat für eine Anwartschaft auf einen internationalen Arbeits-Champion-Titel für Gebrauchshunde.
Caninus: Eckzahn, der Teckel hat 4 Eckzähne, jeweils 2 im Unter- und im Oberfang.
Championklasse: Hunde mit einem Championtitel Championklasse ab 15 Monate

Dackellähme: Das ist ein erblich bedingter Bandscheibenvorfall, ausgelöst durch die Degeneration der Bandscheiben, der bereits ab dem 1. Lebensjahr auftreten kann. Betroffen sind Hunderassen mit langen Rücken.
Disqualifiziert (Disq): Bewertung, wenn der Teckel aus verschiedensten Gründen nicht bewertet werden konnte: wenn er nicht läuft, sich hinsetzt, am Aussteller hochspringt, aus dem Ring strebt, das Gangwerk nicht beurteilt werden kann, weil der Hund dem Richter ausweicht, wenn der Hund die Körperuntersuchung nicht zulässt, wenn der Verdacht auf täuschende Operationen besteht: Lid-, Ohr-, Rutenkorrektur. Nach Unfällen oder Operationen sollte man dem Zuchtrichter unbedingt Röntgenbilder der Klinik vorlegen!
DtCh: Deutscher Champion (VDH), (DTK) (Wut)
DtJCh DTK: Deutscher Jugendchampion DTK (Deutscher Teckelklub)
DtJCh VDH: Deutscher Jugendchampion VDH (Verband für das deutsche Hundewesen)
DtCh DTK: Deutscher Champion DTK
DtCh VDH: Deutscher Champion VDH
DTK: Deutscher Teckelklub e.V., gegründet 1888. Seit 1890 werden peinlich genaue Ahnentafeln und Zuchtbücher geführt. Jeder Wurf wird von einem Zuchtwart geprüft. Nur gesunde Dackelwelpen erhalten eine Ahnentafel, und es darf nur mit Teckeln gezüchtet werden, die auf einer Zuchtschau mit „sehr gut“ oder „vorzüglich“ bewertet worden sind.
Duftmarken: Der Hund markiert „sein“ Eigentum mit Urinspritzern und teilt seinen „Kollegen“ auf diese Weise Botschaften mit. Vorsicht: Rüden markieren auch gerne mal abgestellte fremde Taschen von Besuchern, um sie sozusagen einzugemeinden.

Ehrenklasse: Der Hund muss bereits internationaler Schönheitschampion sein.
ES: Europasieger (FCI) und (VDH)
ESJ: Europajugendsieger (FCI) und (VDH)

Fahne: Lange Behaarung an der Unterseite der Rute der Langhaarteckel..
Fang: Maul des Hundes (Jägersprache).
Farbschlag: Verschiedene Fellfärbung innerhalb einer Rasse.
Fassbeinigkeit: O-Beine gelten als schwerer Fehler.
FCI: Fédération Cynoligique International (internationale Hundevereinigung). Die 9 Dackelrassen gehören in die FCI-Gruppe 4.
Federn: Lange weiche Haare (siehe Befederung).
Flanke: Partie zwischen der letzten Rippe und der Hüfte. Die windhundartig aufgezogene Flanke gilt beim Teckel als schwerer Fehler.

Gebiss: Der Hund hat 42 Zähne. Das Fehlen von zwei PM1 (hinterste Prämolaren) wird nicht als Fehler gewertet, wohl aber das Fehlen eines PM2 (vorletzte Zähne) oder eines M3 (Backenzahn). Gefordert ist das korrekt schließende Schwerengebiss.
Gebrauchsklasse: Hunde mit einer Gebrauchsprüfung ab 15 Monaten.
Genügend (Ggd): Bewertung, wenn der Teckel in wesentlichen Punkten nicht dem Standard entspricht.
Gergweis: Siehe IDG
Gespreizte Zehen: Gelten als schwerer Fehler.
Gewinkelt: Die Ellbogen- bzw. Kniegelenke sollten etwa im 90-Grad-Winkel stehen.
Glasaugen: Bei nicht gefleckten Hunden gelten sie als schwerer Fehler, bei Tigerteckeln sind sie nicht erwünscht, werden aber toleriert.
GS: Gebrauchssieger
GTS: Gebrauchsstammbuch eingetragen
Gut (G): Bewertung, wenn der Teckel deutliche Fehler zeigt.

Hitze: Siehe Läufigkeit
Hundenamen: Die Hundenamen des ersten Wurfs eines Zwingers beginnen mit A, die des zweiten Wurfs mit B usw. das Alphabet abwärts. Erwirbt man z.B. einen R-Welpen, so bedeutet das nicht, dass eine Hündin bereits 18 Würfe ertragen musste. Es bedeutet lediglich, dass der Züchter mehrere Zuchthündinnen hat, die nacheinander belegt worden sind.

IACH: Internationaler Arbeitschampion
IDG: Internationaler Dackelklub Gergweis, gegründet 1959. Gergweis ist ein Dorf im bayrischen Vilstal, das durch Dackelzucht zu bescheidenem Wohlstand gelangte. Da der IDG weder vom FCI noch vom VDH anerkannt wird, haben sich die Gergweiszüchter im „Internationaler Rasse-Jagd-Gebrauchshunde-Verband e.V. (gegr. 1969) und in der EHU (Europäisch Hundesport Union, gegr. 1972) zusammengeschlossen. Gergweis-Teckel werden auf DTK-Zuchtschauen nicht zugelassen. Die Ahnentafeln haben täuschende Ähnlichkeit mit DTK-ATs. Oft werden zur Zucht DTK-Hunde erworben und auf eine Gergweis-Ahnentafel umgeschrieben. Die so entstandenen Welpen werden nicht vom DTK anerkannt, weil dieser Zweifel an den Zuchtmethoden hegt.
Int. Vp: Internationale Vielseitigkeitsprüfung

Jugendklasse: 9 - 18 Monate. Teckel im Alter bis zu 15 Monaten erhalten bei erworbenen Leistungszeichen den Zusatz Jugend.
Jüngstenklasse: 6 - 9 Monate
Junghund: Als solcher gilt ein Hund bis 18 Monate.
Juniorhandling: Kinder und Jugendliche führen auf Ausstellungen ihren Hund vor und haben Aufgaben zu lösen wie z.B. bestimmte Figuren zu laufen. Das Handling stammt aus Amerika und wurde vom VDH übernommen um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Einfühlungs- und Führungsvermögen vorzustellen.

K: Kurzhaarteckel
Kastrieren: Die Entfernung der Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke). Der Begriff kommt von lateinisch „castro, castratus“ und bedeutet schwächen, berauben, entnehmen, entkräften. Kastrierte Hunde werden auf einer Zuchtschau nicht bewertet, weil sie zur Zucht nicht fähig sind.
KAT: Katarakt, ein erblicher grauer Star (Trübung der Augenlinse). Zuchthunde werden z. Zt. alle 2 Jahre auf diese Krankheit hin überprüft
Katalogschau: Das sind alle großen nationalen oder internationalen Zuchtschauen, zu denen nur mit „vorzüglich“ bewertete Teckel zugelassen werden. Im Gegensatz zu einer normalen Zuchtschau muss man sich schriftlich anmelden. Im Anmeldeformular sind Altersklasse, Rasse, Geschlecht, Elterntiere sowie Züchter und Besitzer anzugeben. Die 9 Teckelrassen werden getrennt in einem Ausstellungskatalog aufgeführt. Alle Hunde konkurrieren innerhalb ihrer Rasse gegeneinander, d.h. es laufen viele Hunde gleichzeitig im Ring. Die weniger qualifizierten Hunde werden nacheinander aus dem Ring geschickt bis die letzten 4 zur Bewertung übrig bleiben. Die Teilnehmerzahl ist oft begrenzt.
KB: Künstliche Besamung
KJS: Klubjugendsieger
Klassen: Siehe Altersklassen
Knickrute: Diese Anomalie des Rutenwirbels, die auch zu einer Achsabweichung führen kann, gilt als zuchtausschließend, weil sie erblich ist. Sie ist oft nicht sichtbar und kann nur ertastet werden. Die Rute wird auf jeder Zuchtschau auf dem Zuchtrichtertisch geprüft.
Krallen: Erlaubt sind bei schwarzen Teckeln schwarze Krallen, bei braunen Teckeln braune oder schwarze. Die Krallen müssen regelmäßig geschnitten werden, weil sich sonst eine gespreizte Pfote entwickeln kann. Man sollte vorsichtig kürzen, da „das Leben“ (d.h. die Blutader) mit wächst und der Hund bei Anschnitt der Ader heftig blutet.
Kruppe: Diese Partie verläuft vom Kreuzbein über die 4 ersten Rutenwirbel. Beim Dackel gilt eine Kruppe, die höher steht als der Widerrist als schwerer Fehler und wird als „überbaut“ bezeichnet.
KS DTK: Klubsieger des DTK
KSchlH: Kaninchenschleppe- Herausziehen. Diese Prüfung ist nur für Kaninchenteckel vorgesehen. Mit einem toten Kaninchen wird eine Schleppe gemacht wird, der der Hund bis zum Kaninchenbau folgen soll. Dort soll er das dort versteckte tote Kaninchen herausziehen.
KSJ DTK: Klubsieger Jugendsieger des DTK
KSprN: Kaninchensprengen Natur: Ein Kaninchenteckel schlieft in den Bau ein und sprengt das Kaninchen, d. h. er jagt das Kaninchen heraus, soll es aber nicht stellen oder sich auf einen Kampf einlassen.
Kt: Kaninchenteckel sind die kleinste Dackelrasse, die durch Einkreuzen von Pinschern entstanden ist und wie auch Frettchen bei der Bodenjagd auf Kaninchen eingesetzt werden.
Kuhhessigkeit: X-Beine, die als schwere Fehler gelten.
Kupieren: Abschneiden (französisch couper) von Körperteilen wie Rute oder Ohren. Das Kupieren ist als Tierquälerei verboten und fällt unter § 6 Tierschutzgesetz. Kupierte Hunde werden auf einer Zuchtschau nicht zugelassen.
Kurzhaarteckel: Er wird auch Dackel oder Dachshund genannt und entwickelte sich aus der Bracke zunächst in der Farbe schwarz-rot. Der rote Teckel entstand durch das Einkreuzen der Haidbracke. Er hat kurzes glänzendes, dicht und eng am Körper anliegendes Haar. Zu feines, dünnes Haar oder haarlose Stellen sowie grobes und langes Haar gelten als schwerer Fehler. Fehlerhaft sind ebenfalls eine Bürstenrute und eine teils oder ganz unbehaarte Rute

Lager: Ruhestätte des Hundes
Landessiegerzuchtschau/ Spezialzuchtschau: Das ist eine große Zuchtschau wie eine CAC oder CACIB, jedoch ausschließlich für Teckel.
Langhaarteckel: Der Langhaarteckel entstand aus dem Kurzhaarteckel durch Einkreuzung von Tachskriecher, Wachtelhund, Setter und Spaniel. Er war nach dem 2. Weltkrieg die beliebteste Dackelrasse und hat dichte Unterwolle und langes glänzendes, am Körper liegendes Haar sowie Befederung. Als fehlerhaft gelten gleichmäßig lange Haare am gesamten Körper, gewelltes oder struppiges Fell, das Fehlen der Fahnenrute und des überhängenden Haares am Behang (Ohr), kurzes Haar, stark gescheiteltes Rückenhaar, zu lange Behaarung zwischen den Zehen. Das Trimmen der Langhaardackel ist nicht erlaubt.
Lauern: Das ist die gespannte Erwartung im Stillstand mit gespitzten Ohren, erhobenem Kopf und regloser Rute
Läufe: Das sind die Beine vom Ellbogen- bzw. Kniegelenk an abwärts.
Läufigkeit (Hitze): Fruchtbare Zeit der Hündin, meist 2 Mal pro Jahr auftretend, meist ab dem 6. bis 12. Monat, jedoch auch früher oder später vorkommend. Die Hitze dauert meist 21 Tage und wiederholt sich etwa alle 7 Monate.
Laut: Das ist die sprachliche Äußerung des Hundes. Man unterscheidet Sichtlaut (der Hund läuft bellend hinter Wild her, das er sehen kann) und Spurlaut (das Bellen auf einer unsichtbaren aufgenommenen Fährte).
Lautverständnis: Der Hund versteht keine menschliche Sprache sondern orientiert sich an menschlichen Lauten.
Lautverweisen: Der Hund läuft bellend zu seinem Führer und verkündet einen Fund.
LS: Landessieger
LJS: Landesjugendsieger
Lefze: Lippe

Markieren: Siehe Duftmarken
Merle-Faktor: Weiße Flecken bei Tiger-Teckeln (dapple). Das Merle-Gen verursacht u. a. Blindheit und Taubheit. Hunde, die das Gen nur einmal aufweisen, sind meist gesund. Deshalb ist die Verpaarung von Tigerteckeln nicht erlaubt. Die aus Amerika stammenden fast weißen oder gescheckten Piebald haben keine FCI-Zulassung

Nasenschwamm: Das ist die Hundenase, die bei einem gesunden Hund feucht und kalt ist. Erlaubt sind bei schwarzen Teckeln ein schwarzer Schwamm, bei braunen Teckeln ein brauner oder schwarzer Schwamm. Weiß ist nicht erwünscht, einzelne kleine weiße Flecken sind jedoch nicht zuchtausschließend.

Offene Klasse: ab 15 Monate

Patellaluxation: Anstelle der Hüftgelenksdysplasie (HD), die bei großen Hunderasse gehäuft auftritt, ist bei kleinen Hunderassen häufiger die Luxation der Patella vorzufinden, wobei die Kniescheibe aus der Führung springt und ein Hoppeln verursacht.
Piebald: Siehe Merle-Faktor
PRA: Die Progressive Retinaatrophie ist eine erbliche Krankheit, bei der ein langsam fortschreitendes Absterben der Netzhaut stattfindet, die letztlich zur Blindheit führt. Zuchthunde müssen z. Zt. alle 2 Jahre zur Augenuntersuchung.

R: Rauhaarteckel
Rasse: Bei Teckeln gibt es insgesamt 9 Rassen: Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar in den jeweils 3 Größen Standard, Zwerg, Kaninchenteckel.
Rauhaarteckel: Um Schärfe in den Kurzhaardackel zu züchten, kreuzte man einige Terrier- und Schnauzerrassen ein: u. a. Rauhaarpinscher, Yorkshireterrier, Terrier Boule (französische Bulldogge) und den Dandie Dinmont Terrier. Durch letzteren kam unerwünscht weiches Haar in die Zuchtlinien, welches ebenso wie Kurzhaarigkeit als schwerer Fehler gilt. Ein korrekter Rauhaardackel hat harsches Fell, buschige Augenbrauen, ein dichtes Unterfell und stärkere Behaarung an den Läufen. Fehlerhaft sind langes, in alle Richtungen abstehendes Haar, gelocktes, welliges Haar, weiche Kopfhaare, fehlender Bart und fehlende Unterwolle und eine Fahnenrute. Der Rauhaarteckel sollte zweimal im Jahr getrimmt werden, d. h. von seiner Unterwolle befreit werden. An Beliebtheit löste der Rauhaardackel den Langhaarteckel ab. Rauhaarteckelzucht gilt immer noch als „Überraschungs-Ei“.

Scherengebiss: Hier stehen Unter- und Oberkiefer nicht direkt aufeinander sondern laufen wie bei einer Schere knapp aneinander vorbei. Ein solches Gebiss wird bei Teckeln zwingend gefordert.
Schulter: Lose Schultern gelten als Fehler.
SchwhK: Schweißprüfung auf künstlicher Wundfährte (Übernachtfährte). Schweiß ist in der Jägersprache das Blut.
SchwhKF: Schweißprüfung auf künstlicher Wundfährte mit Fährtenschuh
SchwhK/40: Erschwerte Schweißprüfung (Standzeit Fährte 40 Std.)
SchwhN: Schweißarbeit auf natürlicher Wundfährte, z.B. von einem angeschossenen oder angefahrenen Stück Wild.
SchwhK oR: Schweißprüfung auf künstlicher Wundfährte ohne Richterbegleitung.
Sehr gut (SG): Wenn der Teckel kleine Fehler zeigt
Sfk: Schussfest
Sp: Spurlautprüfung. Der Hund soll lauthals bellend einer frischen Spur folgen ohne Sichtkontakt zum Wild zu haben.
St: Stöberprüfung. Der Hund sucht in einer Dickung oder in einem struppigen Gelände das Wild und jagt es heraus.
StiJ: Stöberprüfung im Jagdbetrieb
Sw-/20: Verbands-Schweißprüfung 20 Std. (eine erschwerte form der SchwhK.)
Sw-/40: Verbands-Schweißprüfung 40 Std.

Tiger-Teckel (dapple): Getigerte Teckel sind keine Neuzüchtung sondern waren bereits im 16. und 17. Jahrhundert als „Schlieferlin“ bekannt. Die hellen Flecken werden durch das Merle-Gen verursacht. Tritt dieses heterozygot (einfach) auf, so entsteht eine unregelmäßige fleckenartige Aufhellung der Pigmentierung. Man kennt Schwarztiger und Brauntiger, wobei der Name sich auf die Grundfarbe bezieht. Homozygote (doppelt oder double dapple) Merle-Tiere heißen Weißtiger oder Piebald und haben mehr als die Hälfte der Körperoberfläche unpigmentiert. Sie gelten als Qualzucht. Die Verpaarungen von Tigerteckeln ist wegen der gesundheitlichen Folgen nicht erlaubt.
To oder Tv: Totverbeller . Der Hund bleibt am gefundenen Stück und zeigt es dem Jäger lauthals an.
Tw: Totverweiser. Der Hund bleibt nicht am gefundenen Stück, gibt auch nicht Laut sondern geht zurück zum Jäger und macht ihm verständlich, dass er ihm zum gefundenen Stück folgen soll.

V: Versprechend (Bewertung bei einem Alter von 6- 9 Monaten).
Veteranenklasse: Ein Hund ab 8 Jahre.
Vorzüglich (V): Wenn der Teckel dem Rassestandard sehr nahe kommt, sich in ausgezeichneter Form befindet und einwandfreies Ringverhalten zeigt.
VP: Vielseitigkeitsprüfung, die aus verschiedenen Fächern besteht: Spurlaut, Stöbern, SchweißhundKunst und Gehorsam (Leinenführigkeit, Ablegen während der Führer sich außer Sichtweite entfernt, Apportieren von totem Wild aus dem Wasser bis an Land, Schussruhe und zum Schluss Benehmen auf dem Stand).
Vp.o.Sp: Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut.
VV: Viel versprechend (Bewertung bei einem Alter von 6- 9 Monaten).

W: Würger. Ein Hund beißt den Fuchs oder Dachs durch einen Griff am Hals tot. Dieses Leistungszeichen wird nicht mehr verliehen.
WaS: Waldsuche
WaT: Wassertest
Weißtiger: Siehe Tiger-Teckel
Wesenstest: Der Hund soll auf dem Richtertisch die Gebiss- und Körperkontrolle zulassen. Er muss freundlich sein, weder ängstlich noch aggressiv und muss bei heftigen Geräuschen oder Bewegungen gelassen reagieren.
Wolfskralle: Siehe Afterkralle
WS: Weltsieger
WSJ: Weltjugendsieger
WUT-J-Ch: Welt Union Teckel Jugend Champion
WV: wenig versprechend (Bewertung bei einem Alter von 6- 9 Monaten).

Zahnfehler: Fehlende PM“ oder M3, Zangengebiss (auch partiell), Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss, Kulissengebiss, Caninus-Engstand gelten als zuchtausschließend.
ZU: zuchtuntauglich
Zuchtschau: Diese Schauen werden von örtlichen Teckelklubs meist einmal jährlich organisiert. Im Gegensatz zu den großen Zuchtschauen wie CAC oder CACIB, wo sich alle Aussteller schriftlich anmelden müssen, ist eine normale Zuchtschau offen und für Dackelbesitzer zugänglich, vorausgesetzt sie legen die Ahnentafel und einen gültigen Impfpass vor. Hier wird jeder Hund einzeln im Ring vorgeführt. Die Beurteilung erfolgt mündlich und öffentlich, während sie auf großen Schauen schriftlich und nicht-öffentlich vorgenommen wird. Ein mit „vorzüglich“ bewerteter Hund hat die Berechtigung zur Teilnahme auf großen Schauen.
Zuchtwart: Der DTK bildet einen Personenkreis aus, der sich mit der Anatomie, der Gesundheit und dem Wesen der Teckel auskennt. Bevor ein Hundehalter züchten darf, prüft der Zuchtwart den Zwinger, ob er artgerecht ist. Jeder Wurf muss von einem Zuchtwart geprüft und abgenommen werden. Er versieht auch die Welpen mit einem Chip, die Tätowierung wurde inzwischen gemäß Tierschutzgesetz verboten. Nur gesunde Dackelwelpen erhalten eine Ahnentafel. Tiere ohne Ahnentafel gelten als „Liebhaberhund“ und werden nicht zur Zucht zugelassen.
Zw: Zwergteckel entstanden durch das Einkreuzen von Pinschern
Zwingername: Bevor jemand züchten darf, muss er dem DTK mehrere Zwingernamen zur Auswahl vorlegen. Der ausgewählte Name wird im „Dachshund“ gekannt gegeben. Wenn keiner gegen den Namen Einspruch erhebt, gilt der Zwinger als geschützt und ist sozusagen der Nachname der gezüchteten Welpen.
Zwischenklasse: 15 - 24 Monate





Kerstwandeling 12.12.2010 im Twickel



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